Eine Website kostet kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland je nach Umfang zwischen rund 1.500 € für einen sauber gebauten One-Pager und etwa 15.000 € für einen mehrseitigen Auftritt mit eigenen Funktionen. Den Unterschied macht nicht die Zahl der Seiten, sondern was hinter dem Kontaktformular passiert. Wer online nach »Website erstellen lassen Preis« oder »Website Relaunch Kosten« sucht, findet Spannen von 500 € bis 50.000 € – ohne dass erkennbar wird, welche Leistung darin steckt. Dieser Text ordnet die Spanne nach Projekttyp, nach den vier Treibern im Angebot und nach dem, was jedes Jahr wiederkommt.

Das Wichtigste in Kürze

  • One-Pager ab 1.499 €, mehrseitige Unternehmensseite ab 2.999 €, aufwendige Marken-Inszenierung ab 4.999 € – jeweils als Festpreis, nicht als Stundenschätzung.
  • Eigene Funktionen wie Buchung, Kundenbereich oder eine Schnittstelle zur Warenwirtschaft beginnen bei etwa 2.500 € und sind der größte Hebel im Budget.
  • Nach dem Start bleiben je nach Setup 150 € bis 900 € im Jahr für Domain, Hosting und Wartung. Sichtbarkeit ist ein eigener Posten und kein Nebeneffekt.
  • Ein Relaunch ist selten günstiger als ein Neubau: gespart wird an Inhalten und Strategie, nicht an der Technik.
  • Seit Juni 2025 wirkt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz auf viele Firmenseiten. Barrierefreiheit gehört ins Budget, nicht in die Nacharbeit.
  • Der teuerste Posten steht in keinem Angebot: die Arbeitszeit im eigenen Haus für Texte, Bilder und Freigaben.

Was kostet eine Website für ein Unternehmen konkret?

Für einen definierten Umfang lässt sich der Preis vorab festlegen. Die folgenden Zahlen sind unsere Festpreise, keine Marktschätzungen: ein One-Pager liegt bei 1.499 €, eine mehrseitige Unternehmensseite bei 2.999 €, eine Website mit Intro-Film und Scroll-Inszenierung bei 4.999 €. Alles darüber entsteht durch Funktionen, nicht durch Gestaltung.

ProjekttypUmfangFestpreisLive in
One-Pagereine Seite, Kontaktstrecke, Basis-SEO1.499 €7 Tagen
Mehrseitige Unternehmensseitefünf bis zwölf Seiten, eigenes Design, vollständige SEO-Einrichtung2.999 €10 Tagen
Marken-InszenierungIntro-Film, Bewegtbild, Brand Design, SEO-Monitoring für zwölf Monate4.999 €10 Tagen
Website mit eigener FunktionBuchung, Kundenbereich, Schnittstelle zu vorhandener Softwareab 2.500 € zusätzlichdrei bis acht Wochen
Website und Marketing im JahrespaketWebsite, Social-Media-Betreuung, Anzeigen, monatliches Reportingab 6.738 € im ersten Jahr7 Tagen

Die Spanne nach oben ist offen, die nach unten nicht. Unter etwa 1.500 € lässt sich eine Seite bauen, die online steht – aber nicht eine, die Anfragen erzeugt, rechtssicher ist und in zwei Jahren noch gepflegt werden kann. Wie viele Unternehmen überhaupt einen eigenen Auftritt betreiben, erhebt das Statistische Bundesamt jährlich in seiner Erhebung zur IKT-Nutzung in Unternehmen; die Lücke ist bei kleinen Betrieben am größten, und genau dort ist das Budget am knappsten.

Die aktuellen Pakete mit vollständigem Leistungsumfang stehen in unserer Preisübersicht. Wir arbeiten dabei mit Festpreisen: Der Betrag im Angebot ist der Betrag auf der Rechnung, auch wenn eine Umsetzung länger dauert als geplant.

Welche vier Faktoren treiben den Preis?

Vier Größen erklären fast jeden Preisunterschied zwischen zwei Angeboten für scheinbar dieselbe Website. Wer sie kennt, kann ein Angebot lesen, ohne die Technik zu verstehen.

  1. Individualität der Gestaltung. Ein angepasstes Standard-Layout kostet einen Bruchteil eines eigens entworfenen Designs mit Bewegtbild. Der Unterschied liegt nicht im Geschmack, sondern in der Entwurfszeit: ein eigenes Layout braucht Konzept, Entwurf, Abstimmung und Umsetzung für jede Bildschirmbreite.
  2. Anzahl und Tiefe der Seiten. Nicht jede Seite kostet gleich viel. Fünf Unterseiten nach demselben Muster sind schnell gebaut, eine Leistungsseite mit eigener Argumentation, Tabelle und Kontaktstrecke ist ein eigenes kleines Projekt.
  3. Funktionen hinter dem Formular. Ein Kontaktformular ist eine Stunde Arbeit. Eine Terminbuchung mit Kalenderabgleich, ein Kundenbereich mit Anmeldung oder die Übergabe an ein vorhandenes System sind Softwareentwicklung und werden entsprechend kalkuliert.
  4. Inhalte. Texte, Fotos und Produktdaten sind der Posten, den fast alle unterschätzen. Wer sie selbst liefert, spart vierstellig. Wer sie liefern lassen muss, sollte pro geschriebener Seite mit einem halben Arbeitstag rechnen.

Mehrsprachigkeit ist der fünfte, oft vergessene Treiber. Jede zusätzliche Sprache verlängert nicht nur die Übersetzung, sondern jede spätere Änderung. Unsere eigene Seite läuft in fünf Sprachen – die Pflege ist kalkulierbar, aber sie ist nicht gratis.

Wie verteilt sich das Budget über die Projektphasen?

Von zehn Euro im Budget fließen grob zwei in Konzept und Struktur, vier in Gestaltung und Umsetzung, zwei in Inhalte und zwei in Technik, Tests und Übergabe. Diese Aufteilung überrascht viele Auftraggeber, weil der sichtbare Teil – das Design – eben nur ein Teil ist.

Die erste Phase entscheidet über alle folgenden. Wer vorab festlegt, welche Frage die Seite beantworten soll, an wen sie sich richtet und welche Handlung am Ende steht, spart in der Umsetzung mehrere Korrekturschleifen. Wer diese Phase überspringt, diskutiert später über Farben, obwohl die Struktur das Problem ist.

Die letzte Phase wird am häufigsten gekürzt und rächt sich am schnellsten. Dazu gehören Tests auf echten Geräten statt nur im Entwurfsprogramm, das Verhalten bei schlechtem Mobilfunk, die Prüfung jedes Formulars bis zur ankommenden E-Mail und die Weiterleitungen von alten Adressen. Eine Seite, die diese Runde nicht bekommt, funktioniert am Tag des Starts und verliert danach still Anfragen, ohne dass jemand den Zusammenhang sieht.

Was steckt im Festpreis und was kommt obendrauf?

Im Festpreis steckt alles, was zum vereinbarten Umfang gehört: Konzept, Gestaltung, Umsetzung, Einrichtung auf dem Server, Übergabe. Nicht enthalten sind Leistungen, die vom Verhalten Dritter abhängen – Lizenzen für Schriften oder Bilder, Anzeigenbudgets, Übersetzungen durch Fachübersetzer und Rechtsberatung zu Ihren Vertragstexten.

Zwei Posten führen in der Praxis am häufigsten zu Nachträgen. Der erste ist der Umfangswechsel während des Projekts: Aus „eine Seite pro Leistung“ werden im Verlauf zwölf statt fünf. Der zweite ist fehlendes Material. Solange Bilder und Texte fehlen, steht das Projekt, und ein stehendes Projekt kostet Kalenderzeit, die später niemandem mehr gehört.

Wie ein fertiges Ergebnis in Ihrer Branche aussieht, zeigen unsere umgesetzten Projekte – vom Einseiter für einen Handwerksbetrieb bis zur mehrsprachigen Objektseite. Was in Webdesign enthalten ist und wo die Grenze zur individuellen Entwicklung verläuft, steht auf der Leistungsseite.

Welche Kosten entstehen nach dem Launch?

Nach dem Start bleiben je nach Setup 150 € bis 900 € im Jahr, bevor überhaupt jemand an Sichtbarkeit denkt. Die Beträge sind klein im Vergleich zur Erstellung, aber sie fallen jedes Jahr an und werden in günstigen Angeboten gern erst nach der Unterschrift genannt.

Laufende Kosten Website-BetriebTypische Spanne im JahrWas passiert ohne diesen Posten
Domain10 € bis 40 €Die Adresse fällt zurück und kann von Dritten registriert werden
Hosting und Zertifikat60 € bis 400 €Lange Ladezeiten, Ausfälle zu Stoßzeiten
Wartung, Updates, Sicherungen0 € bis 600 €Sicherheitslücken, im Ernstfall keine Wiederherstellung
Pflege der Rechtstexte0 € bis 300 €Veraltete Angaben, abmahnfähige Fehler
Inhaltspflege durch das eigene TeamArbeitszeit statt RechnungDer Auftritt altert sichtbar, Anfragen gehen zurück
Laufende SEO-Betreuungab 499 € im MonatSichtbarkeit bleibt auf dem Stand des Starttags

Ob Sie die Wartung abgeben oder selbst übernehmen, ist eine Rechenaufgabe und keine Frage der Haltung. Ein Wartungsvertrag kostet Geld, aber er kostet keine Aufmerksamkeit; die Eigenpflege kostet kein Geld, aber sie braucht eine Person, die sich zuständig fühlt, wenn das nächste Sicherheitsupdate erscheint. In kleinen Teams ist diese Person meist schon ausgelastet, und genau dort entstehen die Lücken, über die später eingebrochen wird.

Diese Spannen stammen aus unseren eigenen Projektdaten aus 2025 und 2026 und nicht aus einer Marktumfrage. Sie beschreiben Betriebe mit einem klassischen Firmenauftritt; ein Shop mit Warenwirtschaft liegt deutlich darüber. Wer Sichtbarkeit aktiv aufbauen will, findet den Umfang der laufenden SEO-Betreuung auf der Leistungsseite – sie ist bewusst monatlich kalkuliert, weil einmalige Optimierung nach einem halben Jahr verpufft.

Wie viel kostet ein Relaunch im Vergleich zum Neubau?

Rechnen Sie mit sieben Zehnteln bis zum vollen Neubaupreis – der Relaunch ist fast nie die günstige Variante. Der Grund ist unangenehm einfach: Technik lässt sich neu bauen, Altlasten lassen sich nur übernehmen oder aufräumen, und Aufräumen ist Handarbeit.

Gespart wird beim Relaunch an anderer Stelle. Positionierung, Struktur und Bildmaterial sind vorhanden und müssen nur geprüft werden. Teuer wird es dort, wo gewachsene Strukturen mitwandern sollen: alte Adressen, die weiterleiten müssen, damit die Sichtbarkeit erhalten bleibt, Inhalte in einem Format, das kein aktuelles System mehr liest, oder eine Schnittstelle, die seinerzeit jemand ohne Dokumentation gebaut hat.

Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Seite Anfragen kostet – lange Ladezeiten auf dem Telefon, eine Struktur, die niemand mehr pflegen kann, ein Erscheinungsbild, das nicht mehr zum Unternehmen passt. Er lohnt sich nicht, wenn nur die Startseite nicht mehr gefällt. Dafür gibt es den Teilumbau, und der kostet einen Bruchteil.

Welche gesetzlichen Pflichten gehören ins Budget?

Drei Pflichten wirken unmittelbar auf den Preis: Barrierefreiheit, Anbieterkennzeichnung und Datenschutz. Alle drei sind billiger, wenn sie im Entwurf mitgedacht werden, und teuer, wenn sie nachträglich eingebaut werden müssen.

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es verpflichtet Anbieter bestimmter Dienstleistungen im Verbrauchergeschäft dazu, ihre elektronischen Angebote barrierefrei zu gestalten – von Kontrastwerten über Tastaturbedienung bis zur Bedienbarkeit mit Vorlesesoftware. Ob Ihr Auftritt in den Anwendungsbereich fällt und welche Ausnahmen für Kleinstunternehmen greifen, klärt im Zweifel eine juristische Prüfung; die Bundesregierung stellt dazu eine amtliche Übersicht zum Gesetz bereit. Im Budget schlägt sich das mit einem niedrigen dreistelligen Betrag nieder, wenn es von Anfang an eingeplant ist.

Die Anbieterkennzeichnung wanderte 2024 aus dem Telemediengesetz in das Digitale-Dienste-Gesetz. Wer im Impressum noch auf die alte Norm verweist, sollte das ändern; welche Angaben verlangt werden, steht in § 5 DDG. Der dritte Punkt ist der Datenschutz: Einwilligungsdialog, Verarbeitungsverzeichnis und die Frage, welche Dienste überhaupt eingebunden werden. Jeder externe Dienst, den Sie einbinden, verlängert diese Liste.

Wann lohnt sich eine individuelle Web-Anwendung?

Eine eigene Anwendung lohnt sich, sobald ein wiederkehrender Vorgang im Betrieb messbar Zeit kostet und kein Standardwerkzeug ihn abbildet. Die Schwelle liegt niedriger, als viele annehmen: Wenn zwei Mitarbeitende täglich je eine Stunde Daten zwischen zwei Systemen übertragen, ist ein Budget von 2.500 € bis 8.000 € in weniger als einem Jahr eingespielt.

Typische Fälle aus unserer Arbeit: eine Terminbuchung, die Verfügbarkeiten aus dem vorhandenen Kalender zieht; ein Kundenbereich, in dem Dokumente abgelegt werden, statt sie per E-Mail zu versenden; ein Formular, das eine Anfrage direkt als Vorgang im vorhandenen System anlegt. Der Umfang dieser Arbeiten steht unter individuelle Web-Anwendungen.

Nicht jeder Sonderwunsch verdient eigene Software. Wenn ein Standardwerkzeug den Vorgang zu 80 von 100 Punkten abdeckt, ist die Eigenentwicklung meist die teurere Antwort – und wir sagen das offen, auch wenn es den Auftrag kleiner macht. Wo sich der Aufwand durch Automatisierung verkürzen lässt, haben wir in KI in der Webentwicklung beschrieben.

Wie prüfen Sie ein Angebot in zehn Minuten?

Ein belastbares Angebot beantwortet sechs Fragen, ohne dass Sie nachfragen müssen. Fehlt eine Antwort, ist das kein Detail, sondern der Ort, an dem später der Nachtrag entsteht.

  1. Welche Seiten sind namentlich enthalten – und was passiert, wenn eine dazukommt?
  2. Wer liefert Texte und Bilder, und bis wann?
  3. Wie viele Korrekturschleifen sind eingeschlossen?
  4. Was kostet der Betrieb im zweiten Jahr, inklusive Hosting und Wartung?
  5. Wem gehören Quelldateien, Domain und Zugänge nach der Übergabe?
  6. Welche Reaktionszeit gilt, wenn die Seite ausfällt?

Ein auffällig günstiges Angebot ist nicht automatisch schlecht, aber es verschiebt die Kosten. Fehlen die Punkte vier und fünf, zahlen Sie die Differenz später – im Betrieb, im Streit um Zugänge oder beim nächsten Dienstleister, der die Seite erst verstehen muss. Prüfen Sie deshalb zuerst diese beiden, bevor Sie Preise vergleichen.

Häufige Fragen zu den Kosten einer Website

Was kostet die günstigste Website, die ihren Zweck erfüllt?

Ein One-Pager für 1.499 € reicht aus, wenn Sie ein klares Angebot, eine Region und eine Kontaktstrecke haben – typisch für Handwerk, Praxen und Beratung. Er reicht nicht, wenn Sie mehrere Leistungen bewerben, die jeweils eigene Suchanfragen bedienen sollen.

Warum arbeiten Sie mit Festpreisen statt mit Stundensätzen?

Weil das Risiko einer Fehleinschätzung bei uns besser aufgehoben ist als bei Ihnen. Der Umfang wird vor dem Start beschrieben, der Preis gilt für diesen Umfang. Ändert sich der Umfang, sprechen wir darüber, bevor gearbeitet wird.

Kann ich die Website nachträglich erweitern?

Ja, das ist der Normalfall. Ein One-Pager lässt sich zur mehrseitigen Seite ausbauen, ohne von vorn zu beginnen, solange die technische Grundlage stimmt. Genau deshalb bauen wir auch kleine Projekte auf einer Struktur, die wächst.

Was kostet eine Website in fünf Sprachen?

Rechnen Sie pro zusätzlicher Sprache mit einem Aufschlag in der Größenordnung eines Fünftels des Grundpreises, sofern die Übersetzung geliefert wird. Aufwendiger als der Start ist die Pflege: Jede spätere Änderung fällt fünfmal an, und genau dafür braucht es eine Struktur, die Sprachen sauber trennt.

Wie lange dauert es, bis sich die Investition rechnet?

Das hängt am Wert einer Anfrage. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von 2.000 € genügen zwei zusätzliche Aufträge im Jahr, um eine Seite für 2.999 € zu tragen. Bei einem Auftragswert von 200 € braucht es andere Hebel – und dann ist Sichtbarkeit wichtiger als Gestaltung.

Website-Kosten realistisch planen mit ZeuZ IT

Wir bauen Websites für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland zum Festpreis, in der Regel innerhalb von sieben bis zehn Tagen, und wir sagen offen, wenn ein Vorhaben den Aufwand nicht rechtfertigt. Was das für Ihren Fall bedeutet, lässt sich in einem kurzen Gespräch klären – nicht in einem Angebotsformular mit zwanzig Feldern.

Beschreiben Sie uns in drei Sätzen, was Ihre Website leisten soll und welche Frist im Hintergrund läuft. Sie erhalten von uns eine Einschätzung des Umfangs und einen Festpreis, mit dem Sie rechnen können.